Disketten: Das Ende einer Ära...

Ein 3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk, 78 Disketten, 6 Defekte und unzählig viel Staub, das sind die Randdaten meiner Datenrettungsaktion vom vergangenen Wochenende. Da stand nämlich die Außerdienststellung meines letzten privaten PCs an. Bevor dieser jedoch in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt werden konnte, musste er erst noch den Rettungsanker für die vielen im Keller vor sich hin siechenden Disketten spielen, da mit ihm auch das letzte Diskettenlaufwerk den aktiven Dienst an und unter meinem Schreibtisch einstellen wird.

Die Rettungsaktion verlief erstaunlich gut, so haben trotz instabiler Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit lediglich sechs der 78 Disketten das Zeitliche gesegnet. Der verbliebene Rest funktionierte, bis auf eine leicht zu beseitigende mechanische Blockade, noch tadellos.

Aber auch das Arsenal an wiedergefundenen Daten war beachtlich, so darf ich mich, nach einem bedauerlichen Zwischenfall ohne ein (wissentlich) existierendes Backup vor über 10 Jahren, endlich wieder Besitzer der ersten Zeilen Code nennen, die ich je geschrieben habe. – Ein "Screensaver" der eine rote Linie über den Bildschirm springen lässt. Geschrieben im guten, alten Quick Basic. Und oh graus wie sah mein Code bloß damals aus! Winking Aber immerhin ist das schon über 15 Jahre her...

Wie auch immer, die Daten von den Disketten sind zunächst auf einer externen Festplatte untergekommen und die Disketten sind in Rente (i.e. Ablage P) geschickt worden. Also leb' wohl Floppy! War eine schöne Zeit mit dir, vermissen wird dich so schnell aber wohl keiner...

-Daniel

Blog erfolgreich wiederbelebt...

Nach der Lösung verschiedener technischer Probleme, einem neu aufgesetzten Server und dem Upgrade auf eine neue Version meines Homepage- und Blogging-Tools RapidWeaver ist es nach mittlerweile über halbjähriger Blogging-Abstinenz endlicher wieder Zeit für ein Update... Ich hoffe es liest mir dort draußen überhaupt noch jemand zu... (Hat das überhaupt mal jemand getan? Winking)

In diesem Sinne sei also hiermit offiziell angedroht, dass es hier schon bald wieder mehr, bzw. überhaupt wieder Postings geben wird. Wer will, darf gespannt sein... Winking

-Daniel

Vorfreude...

... ist doch etwas schönes. Auch wenn ich eigentlich gar keine Zeit dafür habe, da ich noch immer in den Vorbereitungen dazu stecke und es am Montag losgeht. Trotzdem schlägt einem das Herz höher, wenn man so etwas über sich selber lesen darf...



Übrigens ein paar Plätze wären noch frei. Kurzfristige Anmeldung ist noch möglich. Eine kurze Beschreibung der Veranstaltung ist hier zu finden. Details gibt's ansonsten auch direkt von mir.

-Daniel

Neil Gafter bei der Java Users Group Cologne

Als großer Fan und treuer Besucher von Vortrags-Abenden der Java Users Group Cologne (Ja, irgendwann schaffe ich es wirklich auch einmal zum Stammtisch!) war der vergangene Montag schon seit drei Monaten rot in meinem Kalender markiert, denn kein geringerer als Neal Gafter hatte sich angekündigt. Und was für ein Abend es wurde! Neil war äußerst motiviert und schien kaum zu bremsen. Von 19 bis 21:30 angesetzt, Sprach und beantwortete er Fragen bis 0(!) Uhr. Im Anschluss ging es im kleineren Kreis noch für zwei weitere Stunden zu einer gemütlichen Runde in einer Kneipe.

In seinem Vortrag befasste sich Neil mit der Erweiterung einer "rege benutzen Sprache" (i.e. Java) und den Überlegungen, die man dazu anstellen muss. Auf dieser Basis umriss er die interessantesten Vorschläge für die kommenden JDKs 7 und 8 und erläuterte anschaulich warum verschiedene Vorschläge Sinn oder auch eben keinen machen. Nach dem regulären Teil des Vortrags und einem kurzen "JavaScript Puzzlers"-Einschub der VP of Marketing von JetBrains (dessen Name ich leider vergessen habe), kam Neil wieder zum Zuge, der es sichtlich genoss eine ausgedehnte Frage und Antwort Runde durchzuführen. Im Anschluss gab er dann als Bonus noch seinen Basis-Vortrag über sein Closures-Proposal zum besten, nach dem erneut eine ausführliche Frage und Antwort Session folgte.

Alles in Allem war es ein phantastischer Abend mit einem überragenden Neal Gafter. Man kam nicht umhin zu erkennen, dass er sein BGGA-Closures-Proposal bis in das letzte Detail durchdacht hat. Eine reife Leistung, wie ich gestehen muss. Besonders in der Hinsicht, dass er an diesem Proposal und der dazugehörigen Referenzimplementierung einzig und allein in seiner Freizeit gearbeitet hat. Und jeder der Vollzeit in Lohn und Brot steht weiß, wie schwierig es oft schon ist sich nur ein paar Stunden aus den Rippen zu leiern und nur eine Kleinigkeit zu lernen oder zu programmieren.

In diesem Sinne trage ich einen ganzen Korb an wertvollen Erkenntnissen mit nach Hause und habe nun viel zu tun, denn wenn ich eins von Neals Vortrag mitgenommen habe dann ist es das, dass es sich wirklich lohnt sich mit Closures und möglichst auch seinem Proposal und der Referenzimplementierung aktiv auseinanderzusetzen. (Und ja, ich bin für die BGGA Closures!)

Einen herzliches Dankeschön möchte ich bei der Gelegenheit auch unbedingt einmal an den JUGC-Organisator Michael Hüttermann schicken, der eine wahnsinnige Energie und Motivation in die Organisation der Veranstaltungen der JUGC steckt und unaufhörlich neue, hochkarätige Redner nach Köln holt. Danke Michael!

Bis zum nächsten mal dann bei der JUGC,

-Daniel

iPhone

Lange
habe ich widerstehen können. Vielleicht hatte ich mich ja einfach satt gelesen an "iPhone dies" und "iPhone jenes" Artikeln, dasInternet schien ja aus nichts anderem mehr zu bestehen. Das Apple-typische "haben muss"-Gefühl hatte sich anfänglich so gar nicht recht einstellen wollen, aber ebenso schnell war es dann da als ich es zum ersten mal in Händen hielt. Ein Kollege hatte sich gleich am ersten Tag sein iPhone gesichert, und ich hatte die Gelegenheit es mir ein wenig anzuschauen. Und was soll ich sagen, als alter Haase des Mobile-Business dachte ich ja mich könne in diesem Bereich könne mich so schnell nichts mehr vom Hocker hauen, das iPhone hat es aber geschaft. Das Feeling, besonders das des Displays wenn man darüber streicht, ist einfach sensationell. Aber auch Bedienung und Software, alles ist genau so, wie man es überall gesehen und gehört hat. Mit solchen Geräten wird Apple den Mobile-Markt definitiv auf den Kopf stellen, da bin ich mir sicher.

So überzeugt hat es natürlich nicht mehr lange gedauert bis ich mir im T-Punkt mein eignes iPhone-Täschlein in die Hände hab drücken lassen. Und auch nach 11 Tagen intensiver Nutzung bereue ich es kein Stück, auch wenn die Kosten nicht gerade zu vernachlässigen sind. (Immerhin sind sie kalkulierbar.) Auf den ersten Blick sehen die angebotenen Verträge ja gar nicht so gut aus, betrachtet man diese jedoch genauer und stöbert ein wenig in den einschlägigen Foren, dann erkennt man nach und nach was die Verträge wirklich zu bieten haben. Der kleine Vertrag für 49 Euro im Monat (der einzige, der für mich in Frage kam) kommt mit 100 Freiminuten, zugegebener Maßen etwas knapp bemessenen 40 SMS und einem unlimitierten Datentarif daher. Letzterer soll laut Telekom ab 200 MB im Monat gedrosselt werden, zusätzliche Kosten entstehen aber keine. Als Schmankerl dazu gibt es dann noch freien Internet-Zugang an allen T-Mobile Hotspots. Praktisch, gerade wenn man (wie ich) ein regelmäßiger Starbucks-Gänger und ICE-Fahrer ist. Happy

In den Foren erfährt man dann inoffiziell, dass die Telkom zur Zeit gar nicht in der Lage ist den Durchsatz selektiv für verschiedene Kunden zu drosseln. So heist es für die nähere Zukunft erstmal "Freie Fahrt", egal wieviel man über die Leitung gepumpt hat. Der WLAN-Zugang entpuppt sich außerdem im T-Mobile Portal (My T-Mobile) als einfache Option, die auch Besitzer anderer Verträge hinzu buchen können. Der Clou: Scheinbar gibt es keine Einschränkungen bezüglich des verwendeten Geräts, und da man sich auch mit dem iPhone erst auf der Webseite anmelden muss, bekommt man die Zugangsdaten sowieso mitgeteilt. Zwar traue ich der Sache noch nicht ganz, gerade sitze ich aber in einem Starbucks und übe mich sozusagen im Selbstversuch indem ich mit genau diesen Zugangsdaten surfe. Ob die Telekom diese Session nun separat berechnet oder nicht, das wird mir dann spätestens die kommende Rechnung verraten.

Fazit: Ich liebe mein iPhone und möchte es schon nach solch kurzer Zeit nicht mehr missen. Auch der Vertrag macht auf den zweiten Blick gar nicht mal einen so schlechten Eindruck. Allen Interessierten kann ich das iPhone also nur wärmstens empfehlen. Seine 399 Euro ist es auf jeden Fall Wert, und um einen vernünftigen Tarif käme man sowieso nicht herum.

-Daniel