Aus rechtlichen Gründen nicht für Senseo...

Ich als großer Kaffeetrinker habe eben den Padvorrat meiner Lieblingssorte "Dallmayr Crema d'Oro" für meine Senseo Kaffeemaschine wieder aufgefüllt, als mir ein Vermerk ins Auge fiel, bei dem ich schmunzeln musste. Und zwar steht auf der Rückseite der Verpackung der folgende, erst bei genauerem hinsehen ersichtliche Vermerk aufgedruckt:

"Aus rechtlichen Gründen zurzeit nicht in Philips/Senseo Kaffeepadautomaten zu verwenden."

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Neugierig geworden fand ich nach einer Stichprobe bei vielen anderen Marken ähnliche Aufdrucke. Teilweise waren diese sogar wesentlich deutlicher formuliert. Bei Jacobs las man beispielsweise auf einem leuchtend roten Sticker auf der Vorderseite ziemlich eindeutig: "Nicht geeignet für Senseo Kaffeepadmaschinen."

Bisher sind mir bei der Zubereitung von Kaffee mit diesen Pads keine Probleme aufgefallen, und wider Erwarten hat meine Senseo auch den nächsten Versuch schadlos überstanden. Auch schmeckt der Kaffee wie immer. Nur was will uns der Hinweis denn dann sagen? Liest man ein wenig zwischen den Zeilen, dann kommt man recht schnell darauf: Die Padhersteller befinden sich im Rechtsstreit mit Philips.

Denkt man ein wenig weiter, so kann es sich bei dem Rechtsstreit nur um die Frage handeln, ob die Kaffeepadhersteller Kaffepads anbieten dürfen, die "kompatibel" mit den Senseo Kaffeemaschinen sind, oder nicht. Schade nur für Philips, dass man sich damals für ein, soweit ich weiß, in der Gastronomie übliches Format entschieden hat. Dumm ist obendrein auch noch, dass es an der Form und Bauart der Pads nichts zu patentieren gab. Andere Hersteller wie Melitta (MyCup), Kraft (Tassimo) oder Nescafé haben es besser gemacht. Für ihre Systeme gibt es keine Pads von Fremdherstellern, dafür ist die Anzahl der verfügbaren Sorten aber auch äußerst bescheiden. Aber gerade Kaffeefans würden sich davor hüten sich eine Kaffeemaschine ans Bein zu binden, bei der es nur einen einzigen Hersteller für Kaffee gibt. Wo bleibt denn da die Abwechslung?

Philips scheint aber weniger an die Fans als ans Geld zu denken, und anstatt sich über den reißenden Absatz der Kaffeemaschinen zu freuen klagt man die Padhersteller in Grund und Boden. Na Super. Hoffen wir mal die Padhersteller finden ein legales Schlupfloch, sonst werde ich auf kurz oder lang wieder meine gute alter Filterkaffeemaschine entstauben müssen, was mir wirklich leid täte.

-Daniel

P.S.: Neben den Dallmayr Pads kann ich übrigens auch die Senseo Medium Pads definitiv empfehlen. Am besten selber probieren und entscheiden! Es lebe die Auswahl! Happy

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