Gefälschte GEZ Rechnungen
Als erstes möchte ich einmal bemerken, dass mir bisher niemand, ich wiederhole, niemand bekannt ist, der Initiativ-E-Mails von der GEZ, in welcher Form auch immer, erhalten hat. Soll heißen: Wenn die GEZ bisher etwas zu sagen hatte, dann per normaler Post und dazu noch mit einem ziemlich bissigen Ton. (Der Ton in den E-Mails ist tatsächlich eher freundlich gehalten.) Auch ist es unüblich, dass man von der GEZ monatliche Rechnungen, und dann auch noch über horrende Summen erhält, ist man doch zur regelmäßigen Zahlung verpflichtet.
Dem ganzen aber noch nicht genug, liest man nämlich die Mail bis zum Ende, dann fällt einem folgender letzter Absatz auf:

Aaaaah ja. Man beachte besonders den letzten Satz. Die Aussage, dass nur Leute betroffen seien, die bisher weniger als zwei Rundfunkgeräte angemeldet haben, ist definitiv faktisch falsch. Klassisch für Trojaner-Mails übrigens. Ich kann mich an keine erinnern, bei denen nicht zumindest ein auffälliger Fehler zu finden gewesen wäre. Ein Fakt, den man sich unbedingt merken sollte.
Aber es geht noch weiter. Betrachten wir den Fuß der besagten E-Mail:
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Mmmmh. "Dr. Klaus Zumwinkel" kommt mir irgendwie bekannt vor, mag sich so mancher denken. Klar, nur hat dieser aber auch wirklich rein gar nichts mit der GEZ zu tun, sondern ist seines Zeichens Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG. (Wikipedia-Link) Die restlichen Daten (Handelsregistereintrag und Umsatzsteuer-Id) passen dann noch nicht einmal zu Herrn Zumwinkel, so gehört der Handelsregistereintrag "HRB 12903" in Koblenz zur Firma WOLFF GmbH aus Brohl. (Kostenlos nachzuschlagen unter www.handelsregister.de) Die Herkunft der Umsatzsteuer-Id war auf die schnelle nicht zu klären, was nach der aktuellen Sachlage aber auch nicht mehr nötig zu sein scheint. ![]()
Fazit: Wenn man mit ein wenig mit ein wenig Verständnis an unübliche E-Mails herangeht, dann sollte man auch keine Probleme mit Viren, Trojanern und Phishing-Mails haben. Meistens entlarven diese sich durch Unregelmäßigkeiten oder falsche Details problemlos von selbst, und das schon bevor man überhaupt daran denken sollte den Anhang zu öffnen. Man muss eben einfach nur etwas genauer hinschauen, und zur Not weiß bestimmt auch Google noch Rat.
-Daniel